Ankunft in Schweden

Teil 4 meiner Geschichte

Nach der Fähre, nach dem Zoll, nach Dänemark – lag noch ein Stück Weg vor uns. Aber es gab eine Nacht auf dieser letzten Etappe, die ich nie vergessen werde.

Eine Nacht am See

Wir hatten für eine Nacht ein kleines Ferienhaus gebucht – Djurstagården Ängslyckan, mit direktem Blick auf einen See. Als wir ankamen, war da vor allem eins: Stille. Eine Stille, die ich lange nicht mehr gespürt hatte. Das Wasser lag ruhig vor uns, rundherum nur Natur – kein Verkehrslärm, kein Termindruck, nichts, das nach dem nächsten Schritt verlangte.

Für diese eine Nacht durften wir einfach da sein. Und zum ersten Mal auf der ganzen Reise hatte ich das Gefühl: Wir sind fast am Ziel.

Es war ein Moment, der sich fast zeitlos anfühlte – als würde die Reise für ein paar Stunden ihre eigene Dringlichkeit verlieren. Genau dieses Gefühl habe ich später in meinem Bild „Reise ohne Zeit“ festgehalten.

Durch stille Wälder

Am nächsten Tag ging die Fahrt weiter – über Landstrassen, die sich durch dichte Wälder zogen. Kilometer um Kilometer nur Bäume, Stille, Weite. Es fühlte sich an, als würde das Land selbst uns Zeit geben, langsam anzukommen, statt einfach nur ein Ziel zu erreichen.

Wirklich angekommen

Und irgendwann waren wir da. In unserem neuen Zuhause. Wirklich angekommen.

Nach allem, was diese Reise an Anspannung, Hoffnung und leiser Unsicherheit mit sich gebracht hatte, war dieser Moment schwer in Worte zu fassen. Es war kein lautes Feiern, keine grosse Geste – eher ein ruhiges, tiefes Ausatmen. Das Gefühl, dass die Reise vorbei war und etwas Neues beginnen durfte.

Das ist Teil 4 meiner Serie über den Weg von der Schweiz nach Schweden. In Teil 5 – dem letzten Teil – erzähle ich, wie diese ganze Erfahrung mich als Künstlerin und meine Bilder verändert hat: „Vom Ankommen zum Gestalten“.

Bild: „Reise ohne Zeit“ – eigenes Werk

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